Surfen und Wellenreiten in Portugal

  • Veröffentlicht am 27.04.2019 17:10
  • Von admin surf.reisen

Surfcamps, Surfschulen und Unterkünfte

Wer nach Portugal reist kann sich an über 1000 Kilometern Küste einen Platz an den größtenteils ganzjährig laufenden Spots sichern. Portugal ist ein vergleichsweise kleines Land, dafür bietet es jedoch eine grandiose kulturelle und surferische Vielfalt. Gerade durch die weite Erstreckung von Nord nach Süd erlebt ihr ein Klima zwischen Atlantischem- und Mediterranem Flair.

Um diese Vielfalt etwas einzugrenzen, unterteilen wir Portugal in drei Zonen. Den Norden um Porto, die Mitte um Lissabon und den Süden, die Algarve. Je nach Zone müsst ihr euch auf unterschiedliche Wetter- und Wellenbedingungen vorbereiten.

Surfen im Norden um Porto

Der Norden Portugals erschließt sich um Porto, die zweitgrößte Stadt und Heimat des berühmten Portweins. Ihr könnt mit dem Flieger direkt nach Porto fliegen, die Flüge sind immer mal wieder sehr günstig, vor allem von Herbst bis Frühling. Vom Flughafen aus kommt ihr ganz einfach mit dem öffentlichen Nahverkehr in die Stadt, welche einiges an Kultur zu bieten hat und auch in Sachen Nachtleben stark im Kommen ist. Wer mal nicht surfen will, kann die umliegenden malerischen Fischerdörfchen und das bergige Hinterland um den Douro-Fluss erkunden.

 

Die beste Reisezeit für einen Surftrip ist von April bis Oktober, da in dieser Zeit das Wetter angenehm sommerlich ist. Der Atlantik ist im Norden das ganze Jahr lang kalt, daher sollte ein Neo standardmäßig im Gepäck sein: von November bis April zwischen 12-14 Grad (4/3 Neo) und von Mai – Oktober 15-17 Grad (3/2 Neo). Wer keinen Neo hat, kann sich vor Ort in einem der zahlreichen Surfshops beraten lassen. Die bekanntesten Surfspots sind der Stadtstrand Matosinhos am Hafen und Espinho, circa 20 Minuten südlich des Flusses. Wer hier etwas abseits der Crowd surft, findet noch etwas mehr Platz für sich und seine Skills.

Surfen im Süden und um Lissabon

Die Mitte Portugals um Lissabon hat auf einem kurzen Küstenabschnitt eine enorme Dichte an Weltklasse-Surfsports. Es locken Nazare, bekannt für die rekordträchtigen Big Waves, Peniche – Austragungsort des Rip Curl Pro, Ericeria und Lissabon selbst mit seinen vielen Stränden in Stadtnähe. Südlich des Tejo findet ihr noch die Costa de Caparica. Einziges Manko an dieser Gegend ist, dass die Spots ganzjährig gut besucht sind. Wer etwas mehr Platz für sich im Wasser braucht, sollte die Gegend um Caparica erkunden. An der zentralen Küste Portugals um Lissabon herum findet ihr ganzjährig perfekte Bedingungen. Das Beste daran ist, dass durch die unterschiedlichen Ausrichtungen der Küstenabschnitte jeder eine Welle findet, die zu seinen Bedürfnissen passt. Das Wasser ist vergleichsweise warm, aber auch hier darf der Neo nicht fehlen. Von Januar bis April hat das Meer zwischen 13-14 Grad (4/3 Neo) und von Mai bis Dezember 15-18 Grad (3/2 Neo).

 

Wer hier surfen möchte, fliegt am Besten nach Lissabon. Um die Surfspots zu erreichen, lohnt es sich ein Auto zu mieten, die Innenstadt lässt sich auch gemütlich mit der fortschrittlichen Infrastruktur erkunden. Mit dem Mietwagen könnt ihr nicht nur die umliegenden Surfspots sondern auch Orte wie das Naturschutzgebiet um Sintra mit seiner atemberaubenden Kulisse erforschen, ohne dabei tiefer in die Tasche greifen zu müssen als nötig. Lissabon selbst bietet zahlreiche kulturelle Sehenswürdigkeiten, kleine verwinkelte Gässchen mit bunten Häusern, alte Straßenbahnen, mittelalterliche Burgen und selbstverständlich preisgekrönten portugiesischen Wein und günstiges Essen.

Surfen an der Algarve

Die Algarve lässt sich grob in West- und Südküste unterteilen, die sich an Sagres scheiden. Diese zwei Richtungen bieten unterschiedliche Bedingungen je nach Jahreszeit. Der westliche Teil bietet aufgrund der Küstenausrichtung ganzjährig gute Wellen, aber kann im Winter oft zu wild sein. Der Süden hingehen liegt geschützter und abgeschwächte Wellen finden ihren Weg an die Küste. Gerade im Sommer findet man hier spiegelglattes Wasser gepaart mit glühender Hitze und somit die besten Bedingungen für einen Ausflug mit dem SUP oder einfach eine Runde abkühlen. Für alle Surfer wird es dann erst wieder im Winter interessant, wenn die Herbststürme kommen und perfekte Bedingungen liefern. Bekannte Surf Spots sind Zavial und andere kleinere Strände im Umland von Sagres. Auch im Süden geht es, zumindest im Winter, mit Neo ins Wasser. Die Wasser Temperaturen liegen von September bis Juni bei 15-19 Grad (3/2 Neo) und von Juli bis August bei 21 Grad (Springsuit). Wer etwas kälteempfindlich ist, gerade wenn die Sonne man nicht vom Himmel brennt, sollte den Neo auf jeden Fall auch im Sommer einpacken.

 

Der Süden bietet eine malerische Küstenlandschaft mit kilometerlangen Steilküsten, die zum Wandern einladen. Auf dem Weg findet ihr Felsformationen umgeben von türkisblauem Wasser, Grotten, Felsbögen und Höhlen die zum Erkunden einladen. Im Sommer ist die Algarve eine stark besuchte Touristenattraktion, wer aber im Winter kommt, wird von angenehmen Temperaturen, viel Sonne und vor allem leere Stränden empfangen. Die Algarve ist am besten über die Flughäfen in Faro oder wahlweise Lagos zu erreichen. Es lohnt sich hier insbesondere ein Auto zu mieten, da fast kein öffentlicher Nahverkehr besteht.

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