Surfen und Wellenreiten in Frankreich

  • Veröffentlicht am 07.05.2019 20:05
  • Von Arne Kolisch

Surfcamps, Surfschulen und Unterkünfte

Frankreich begeistert europäische Surfherzen seit jeher. Die Atlantikküste, die sich von Osten nach Westen erstreck eignet sich hervorragend zum surfen. Der Teil der Küste, der unser adrenalin nach oben bringt ist der malerische Abschnitt von der Bretagne bis du den Pyrenäen an der Grenze zu Spanien. Neben den heißbegehrten Wellen hat dieser Abschnitt noch einiges anders zu bieten. Es gibt einzigartige Landschaften zu bestaunen, wie die Dune du Pilat, mondäne Strandorte wie Biarritz, Bordeaux als Stadt der Kultur und viele kleine typisch französische Orte mit Tagesmärkten die das Herz eines jeden Gourmet erfüllen.

 

Das Land des guten Weins und Essen ist nur einen Katzensprung für die meisten von uns entfernt und tatsächlich trifft man die meisten Surfer in ihren eigenen Autos an. Der Pluspunkt, ihr seid unabhängig vom lokalen Surfspot, könnt natürlich leichter die Umgebung und den nächsten Supermarkt auschecken. Wer kein Auto hat, kann natürlich auch fliegen und sich vor Ort ein Auto leihen, das Ganze ist in der Regel jedoch etwas kostspieliger. Für alle die auf alternativen umsteigen oder kein Auto besitzen haben wir ein paar tolle Surfcamps im Petto die für ihre Gäste Reisebusse anbieten von verschiedenen Orten in Deutschland. Schaut einfach mal in unsere Frankreich Camps rein!

 

Was alle Surfer in Frankreich beschäftigt ist die Suche nach der perfekten Sandbank und wenn man sie dann schon mal gefunden hat, kann es mit dem nächsten größeren Sturm schon wieder vorbei sein. Die französische Atlantikküste ist offen und ungeschützt und somit im ständigen Wandel. Wer in Frankreich surfen will, muss die Wellen ein wenig länger beobachten und auf die Gezeiten achten. Auf jeden Fall ist Ausdauer angesagt, denn, wer an seinem sweet spot bleiben will, muss in der Regel mit der Strömung darum kämpfen. Was denn Swell angeht, kann man grob behaupten, dass die Wellen im Sommer eher klein sind und jeder etwas für sich findet, im Winter hingegen freuen sich die fortgeschrittenen unter euch auf größere Wellen.

Surfen in der Bretagne

Frankreichs Küste lässt sich in drei Abschnitte unterteilen, die wir euch gerne vorstellen wollen. Die Bretagne, im östlichen Teil, ist für alle interessant, die kaltes Wasser und raues Wetter nicht scheuen. Sie hat ein großes Swell Fenster, die Chancen, dass gute cleane Wellen durch kommen ist jedoch etwas kleiner. Bei guten Bedingungen kann es dann auch schon mal recht voll werden. Wer sich hier ins Wasser wagt, sollte auf jeden Fall seinen Neo bereithalten. Die Wassertemperatur liegt von Januar bis April bei 10 Grad (5/4 Neo) von Mai-Juni; November – Dezember sind es zwischen 12 und 13 Grad (4/3 Neo) und im Sommer sind es dann schon mal 15–16 Grad (3/2 Neo). Die Highlight der Bretagne sind Orte wie Mont St. Michel, der Ort mit einem der größten Tidenhub der Welt, St. Malo, die halb Inseln La Palue, Quiberon und natürlich die unberührte wilde Natur.

Surfen in Gironde und Landes

Gleich neben der Bretagne erstreckt sich Gironde und noch weiter südliche Landes mit endlosen Sandstränden. Entlang der Küste findet ihr unzählige kleine und größere Strandorte, welche die sommerlichen Massen anziehen. Der Trick für etwas Ruhe ist, einfach etwas weiter links oder rechts der Städte bewegen und was zu Wasser funktioniert, gilt auch an Land. Die Surfbedingungen in diesem Abschnitt Frankreichs sind recht ähnlich. Ihr findet Beachbreaks die durch die vielen Flüsse und Strömungen geformt werden. Da es nur wenige große Channels gibt, halten die Sandbänke leider nichts was über 6 Fuss geht. Die besten Chancen auf Off Shore findet ihr in Frankreich in der Regel morgens vor 11 Uhr.

 

Zu den bekanntesten Surfspots entlang der Küste zählen Lacanau und Arcachon in Gironde; Vieux-Boucau, Hossegor und Cap Breton in Landes. Was die Wassertemperatur angeht, unterscheidet sich Gironde etwas von Landes. In Gironde liegt die Wassertemperatur von November – April bei 12–14 Grad (4/3 Neo) von Mai – Juni & September – Oktober bei 15–18 Grad (3/2 Neo) und von Juli – August bei 20 Grad (Springsuit). Für Landes sind von Januar bis April 12–13 Grad (4/3 Neo), Mai – Juni & September – Dezember 15–18 Grad (3/2 Neo) und Juli – August 21 Grad (Springsuit).

Surfen in Hossegor

Was auf eurer Liste auf keinen Fall fehlen sollte, ist Hossegor, Austragungsort der WSL Quik Pro jeden Herbst. Hossegor gilt als einer der besten Beachbreaks in Frankreich, begünstigt durch ein Tiefwasser Kanal, der direkt auf Hossegor zuläuft. Neben perfekten Wellen könnt ihr euren Geldbeutel in den umliegenden Outlet Shops, die alles rund ums surfen bieten, erleichtern. Der beste Spot für das nächste Surf Foto ist Cap Breton, auch wenn es hier gerne mal sehr voll wird, lohnt es sich hier herzukommen. Was ihr hier, besonders gut zu sehen bei Ebbe, findet, sind alte Kriegsbunker die mahnend aus dem Sand ragen mit perfekte geformte Wellen dahinter.

 

Jenseits der endlosen Strände und nach Pinien duftenden Wälder findet ihr wunderbare Möglichkeiten für Kultur und Naturausflüge. Im östlicheren Teil Gironde liegt Bordeaux, hier findet ihr die besten Canelés, leckeren Wein wie der Name der Stadt schon verrät und endlose Möglichkeiten Museen und historische Plätze zu erkunden. Ein tolles Highlight ist auch die Dune du Pilat gleich hinter Bordeaux, in Landes. Es ist die größte Wanderdüne Europas, sieht fast aus wie ein Ski Gebiet und lädt perfekt dazu ein Snacks und den erstanden Wein auszupacken und den Sonnenuntergang zu genießen. Entlang der Küsten von Landes findet ihr viele kleine typisch französische Küstenorte mit Promenaden, tollen Märkten und fabelhaftem Essen.

Surfen im Baskenland

Zu guter Letzt das Baskenland im Westen direkt an Spanien. Wer genug von endlosen Beachbreakes hat, findet hier Riff Platten die auch Raum für große Wellen bieten. Die berühmtesten Riffe sind Guéthary und Lafitenia. Aber nicht nur die fortgeschrittenen unter euch kommen hier zum Zug auch die Anfänger finden zum Beispiel am Anfänger Strand Hendaye beste Bedingungen. In diesem Bereich Frankreichs sind größere Stürme, die tagelang die Wellen verblasen können, schon mal üblich. Ihr findet aber auch Buchten, Landzungen und Stege die Windschutz bieten. Vom Sommer Strand in Angelt bis hin zum Winter Riff in Guéthary gibt es für jeden etwas surfbares zu finden. Die Wassertemperatur liegt von Januar – April bei 12–13 Grad (4/3 Neo) von Mai – Juni & September bei 15–19 Grad (3/2 Neo) und von Juli bis August bei 22 Grad (Springsuit).

 

Wer auf Erkundungstour geht, sollte Biarritz nicht verpassen. Biarritz bietet kleine Badebuchten, lange Spazierwege entlang der Felsen in der Stadt, einen langen Badestrand und Erkundungstouren entlang der Steilküste etwas weiter außerhalb des Stadtzentrums. Wie immer gilt auch hier das Motto, "die Franzosen leben wie die Götter" und ihr findet kleine Restaurants und Boulagerien mit traumhaften Essen und Trinken. Wer zur richtigen Zeit im Baskenland ist, sollte sich die Fete de Bayonne nicht entgehen lassen. Hier erlebt ihr ein riesiges Fest, das sich durch alles Straßen zieht mit Feuerwerk, Buden, Fahrgesellschaften und jede Menge Wein. Wer sich hier traut, sein französisch auszupacken findet vielleicht sogar seinen weg zu den vielen Balkon Partys.

 

Wie ihr seht, sollte Frankreich auf jeden Fall mit auf eurer Liste stehen :)

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